Freiwilligenarbeit in Costa Rica

KAFFEE – Costa Rica′s „Goldkörner“

Wer Costa Rica hört, denkt meist als erstes an prächtige Papageien, weisse Strände und tiefgrünen tropischen Regenwald. Kaffee erscheint zunächst einmal weniger vor dem inneren Auge, als wahrscheinlich bunte Fruchtcocktails…

Doch Kaffee nimmt einen hohen Stellenwert in der Wirtschaft Costa Rica′s ein und zählt zu den Haupteinnahmequellen des kleinen Landes – Kaffeebohnen haben dort sogar einen speziallen Namen der ihren Wert erahnen lässt: Grano de Oro – Goldkorn.

Freiwilligenarbeit Costa Rica

Die ursprünglich aus Afrika stammenden Kaffeepflanzen kamen zu Ende des 18.. Jahrhunderts mit den Engländern nach Costa Rica. Zuerst pflanzten die Einheimischen Kaffee nur als Zierpflanze in ihren Gärten an, doch da schon halb Europa dem Kaffeedurst verfallen war, dauerte es nicht lange, bis auch im fruchtbaren Zentraltal von Costa Rica die ersten Kaffeefarmen eröffneten und einige wenige privilegierte Kaffeebarone mit dem Export der begehrten Bohnen märchenhaften Reichtum erlangten. Bis heute zeugen neoklassizistische Prachtbauten in San José von dieser Zeit. Die Regierung förderte den Boom und führte eine Kaffeesteuer ein, mit deren Hilfe Costa Rica sich seine erste Eisenbahn leisten konnte.

Kaffee wächst besonders gut bei mittleren bis warmen Temperaturen ohne zu viel direkten Sonnenschein in mittleren Höhenlagen und in lockerem, gut durchlüfteten Boden. Damit sind die Bedingungen im Zentraltal Costa Ricas rund um die Hauptstadt San José mit durchgehend 15-28 Grad, Höhen um die 1500 m und Boden vulkanischen Ursprungs ideal. Wenn im frühling die Regenzeit beginnt, fangen auch die Kaffeepflanzen an zu blühen. Bis zur Pflückreife der Bohnen vergehen dann acht bis zehn Monate. Man sagt, je langsamer der Kaffee reift, desto feiner wird am Ende das Aroma. Viele Kaffees aus Costa Rica tragen den Namenszusatz: SHB (strictly hard beans), der für besonders hohe Qualität steht und nur Kaffee zusteht, der in Höhen von über 1.200 m angebaut wurde.

Freiwilligenarbeit Costa Rica

Die meisten Kaffeebohnen der Welt werden in kleinbäuerlichen Betrieben angebaut. Das ist auch in Costa Rica nicht anders, wo sich auf einer relativ kleinen Landesfläche mehrere zehntausend Produzenten tummeln. Nachhaltiges Wirtschaften ist da besonders wichtig, weshalb in auch von Deutschland geförderten Entwicklungsprojekten den Produzenten umweltschonende Anbaumethoden vermittelt werden. Auch die Teile der Kaffeepflanzen, die nicht in unserer Tasse landen, finden gute Verwendung: Mit dem Holz wird in lokalen Restaurants die Küche befeuert und auch schöne Souveniers hergestellt.

Hat sich Kaffeedurst bei Dir eingestellt? Beim Freiwilligendienst in einer Selbstversorgergemeinde kannst Du aktiv beim Anbau mithelfen und darüber hinaus unser ökologisches Projekt auch in anderen Bereichen tatkräftig unterstützen – Freiwillige vor!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*